Spuren & Schäden
Oft werden Maulwürfe als „Nützlinge“ dargestellt, da sie den Boden lockern, durchmischen und belüften. Sie vertilgen unerwünschte Schädlinge wie Engerlinge, Schnakenlarven und Schnecken. Die Hauptnahrung der Maulwürfe besteht allerdings aus Regenwürmern, die eigentlich wichtig für den Bodenaufbau sind. Außerdem begünstigen sie durch die Anlage von Tunneln und Haufen die Ansiedlung von diversen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sowohl ober- als auch unterirdisch. Es ist auch zutreffend, dass Maulwürfe – im Gegensatz zu Wühlmäusen – praktisch keine Fraßchäden an Pflanzen anrichten, da sie fast ausschließlich tierische Nahrung zu sich nehmen. In Zusammenhang mit Maulwurfsbefall können dennoch beträchtliche Schäden auftreten.

Im Frühjahr und Herbst ist der Maulwurf besonders fleißig. Die vermehrte Wühltätigkeit fällt an, weil sich die Nahrung der Maulwürfe in höhere bzw. tiefere Bodenschichten bewegt. Auch wenn ansonsten keine weiteren Schäden entstehen, kein schöner Anblick!
Wenn etwas den Maulwurf auszeichnet, dann sein manischer Wühltrieb. Die Jahresarbeitsleistung eines Maulwurfs kann sich auf eine Tonne Erdaushub belaufen. Das hinterlässt deutliche Spuren in den betroffenen Flächen. Maulwürfe schaffen auf der Suche nach Nahrung unter der Erde ausgedehnte Netzwerke von Jagdtunneln. Wie zuvor beschrieben, wölben sich diese nah an der Oberfläche verlaufenden Tunnel sichtbar nach oben. Rasen wird uneben und man sinkt beim darüber Laufen ein. Für tiefer gelegene Tunnel muss der Maulwurf Erde nach oben schaffen und in Form von Maulwurfshügeln ablagern.
- Auf gepflegten oder aufwändig gestalteten Park- und Gartenflächen sind die optischen Schäden vielen Besitzern verständlicherweise ein Dorn im Auge.
- Hügel und Gänge sind Stolperfallen und bergen z.B. auf Sportplätzen (Fußball, Golf) oder für ältere Menschen ein gewisses Verletzungsrisiko.
- Wühl- und Feldmäuse siedeln sich gerne in aufgegebenen Maulwurfgängen an und führen in der Folge zu erheblichen Schäden an der Bepflanzung. Erdwespen nutzen Maulwurfgänge für die Nestanlage. Alles Schädlinge, die man nicht im Garten haben möchte.
- Die Haufen sind nicht nur unschön, sie erschweren das Mähen und führen zu Schäden an Mähwerken. Mähroboter tun sich ebenfalls schwer mit den Unebenheiten und Maulwurfshaufen.
- Für Landwirte besonders problematisch: Erde aus den Haufen gelangt beim Mähen ins Gras und stört die Silierung, mindert die Futterqualität und kann zur Verbreitung von Krankheiten wie Listeriose und Botulismus bei Rindern, Schafen und Pferden führen.
- Störung von Pflanzenwachstum durch das Unterwühlen und Beschädigen der Wurzeln
- Störende Erdhaufen und Erhebungen in Gartenbeeten
- Die Hauptnahrung der Maulwürfe besteht aus Regenwürmern, die wichtig für den Bodenaufbau sind.
- Unterwühlte Fußwege oder Pflaster sacken ab.
- Schäden an Graslandebahnen und Überrollbereichen rund um Teer-Schotter-Landebahnen
- Erosionsschäden an Dämmen, Deichen, Hängen, Böschungen und Küstenschutzanlagen infolge von Wühltätigkeiten. Tiere wie der Maulwurf, die Dämme beschädigen, gelten in den Niederlanden als Staatsfeind und werden konsequent bekämpft.
- Beschädigungen an unterirdischen Installationen wie Kabeln, Rohren oder Sicherheitssystemen.
- Störung archäologischer Schichten



Maulwurfaktivität in frisch angesätem Feld. Der Versatz und die Haufen beschädigen die Keimlinge, die in dieser Phase besonders empfindlich sind. Es kommt in der Folge zu Ernteverlusten.
Grundsätzlich werden Maulwürfe von einer ganzen Reihe von Würmern und Parasiten befallen. In Maulwurfsnestern kann man Flöhe, Milben und Zecken finden. Maulwürfe sind allerdings nicht als Krankheitsüberträger bekannt. Dennoch sollte, wie bei allen anderen Wildtieren auch, ein unnötiger Hautkontakt vermieden werden. Daher sollten beim Fallenstellen immer Handschuhe getragen und nach der Arbeit Hände und Arme gründlich gewaschen werden.
Bekämpfung
Schutzstatus: Maulwürfe sind in Deutschland und Österreich geschützt. Sie dürfen dort weder gefangen noch getötet werden. Das Vertreiben der Tiere z.B. mit akustischen Vertreibern oder Duftstoffen sowie das Einebnen der Haufen ist ebenfalls erlaubt.
Vorbeugung
Es gibt nur wenige Möglichkeiten, welche die Ansiedlung von Maulwürfen verhindern oder erschweren.
- Auf landwirtschaftlichen Flächen: Sitzkrücken und Nistkästen für Raubvögel aufstellen.
- Fressfeinde wie Wiesel, Hermelin, Marder und Fuchs nicht bejagen, sondern mit Nistkästen und Versteckmöglichkeiten fördern.
- Gebüsch, Gestrüpp und verwilderte Raine bieten den Maulwürfen Schutz vor Fressfeinden und sollten möglichst kurz gehalten werden.
- Bewässern Sie Ihren Garten weniger. Maulwürfe mögen weiche, feuchte Erde, weil sie sich leichter durchgraben lässt und in feuchter Erde leben auch mehr Würmer und Insekten. Eine gründliche Bewässerung einmal pro Woche sollte ausreichen, um Ihren Rasen gesund zu halten und gleichzeitig das Nahrungsangebot für die Maulwürfe zu verringern.
- Regenwürmer sind die Hauptnahrung von Maulwürfen. Maulwürfe graben nur da, wo es ausreichend Regenwürmer gibt. Regenwürmer mögen keine sauren Böden mit pH-Wert unter 4,5. Durch Anwendung von saurem Dünger lassen sich die Lebensbedingungen für Regenwürmer und Maulwürfe ungünstig beeinflussen. Aber nicht alle Pflanzen vertragen saure Böden. Zumindest für Rasen gilt, dass alkalische Düngung besser ist, um Moos und Unkräuter zurückzudrängen. Keine leichte Wahl!
- Schutzzäune: Maulwürfe wandern vor allem oberirdisch zu. Eine Umzäunung, z.B. mit Gitter von ca. 15mm Maschenweite kann sie abhalten. Das Gitter muss 60 cm tief eingegraben werden, 20 cm hoch sein und von Bewuchs freigehalten werden. Ein solche Umzäunung wirkt auch gegen Wühl- und Feldmäuse. Auch eine Grundstückseinfassung aus Beton oder Steinen ist wirksam.
- Geotextilien: Vor allem bei der Neuanlage von Gärten interessant. Auf die vorbereitete Gartenfläche wird ein spezielles Vlies aufgelegt, danach wird z.B. Rollrasen verlegt. In der dünnen Rasenschicht können Maulwürfe nicht leben. Unter dem Vlies, ohne Zugang zur Oberfläche auch nicht. Die robusten Gewebe sind Jahrzehnte haltbar und schützen Flächen sehr effektiv vor Maulwürfen.
Akustische Abwehrmittel


Schallwellen und Vibrationen stören Maulwürfe und können diese aus ihrem Revier vertreiben. Akustische Tiervertreiber sind eine tier- und umweltfreundliche Methode, Maulwürfe daran zu hindern, in den Garten einzuwandern. Der wasserfeste SWISSINNO Solar-Maulwurf-Vertreiber hat eine große Reichweite von 650 m². Die integrierte Solarzelle sorgt zusammen mit dem Akku des Gerätes für einen 24-Stunden- Dauerbetrieb. Der Vertreiber wirkt sowohl gegen Maulwürfe, als auch gegen Wühlmäuse.
Eine 100 % Erfolgsgarantie kann bei dieser Methode nicht gegeben werden. Es handelt sich dabei um ein sanftes Verfahren, Die Tiere haben immer die Möglichkeit, trotz der Störung zu bleiben. Verschiedene Gründe können zu einer verringerten Wirkung führen: Es kann z.B. zur Gewöhnung kommen, einzelne Individuen können schlecht hören oder fühlen sich einfach nicht gestört, oder es gibt kein geeignetes Ausweichrevier. Sehr leichte, sandige oder trockene Böden leiten den Schall schlecht weiter.
Bekämpfung mit Maulwurffallen


Maulwürfe werden schon sehr lange bejagt, weniger wegen der Schäden, die sie verursachen, sondern wegen ihres samtigen Felles. Für einen ordentlichen „Mole Skin“ Mantel wurden ca. 2000 der kleinen Pelze benötigt. Traditionell wurden Maulwürfe in den letzten Jahrhunderten vor allem mit Fallen gefangen.


Im Gegensatz zu Nagetieren wie Mäusen, Ratten, Feld- und Wühlmäusen handelt es sich bei einem Befall mit Maulwürfen nur um einzelne oder wenige Tiere. In einem üblichen Hausgarten lebt normalerweise nur ein Maulwurf. Oft erstreckt sich ein Maulwurfsrevier sogar über mehrere benachbarte Gärten. Zur Erinnerung, Maulwürfe sind mürrische Einzelgänger mit bis zu 2000m2 großen Reverien. Daher ist die Bekämpfung mit Fallen besonders effektiv, weil man mit wenigen Fallen eine große Fläche abdeckt.
Schlagfallen sind eine effiziente, nachhaltige und umweltfreundliche Methode, um Maulwürfe zu bekämpfen. SWISSINNO empfiehlt die Maulwurffalle SuperCat. Diese hochwertige Falle ist sehr leicht zu bedienen, hält viele Jahre, fängt Maulwürfe aus beiden Gangrichtungen und ist ungefährlich für Anwender und Haustiere. Die Fallen werden in den Maulwurfgang platziert. Sobald ein Maulwurf versucht, durch die Falle zu laufen oder am Auslöser drückt, löst die Falle aus und der Maulwurf wird getötet.



















