FeldmausFeldmaus

FELDMAUS

Verbreitung / Lebensraum

Feldmäuse gehören zu den Kleinwühlmäusen, eine Nagetiergattung aus der Unterfamilie der Wühlmäuse. Insgesamt umfasst diese Gruppe etwa 60 Arten, die in Nordamerika, Europa und Asien vorkommen.

Die echten Feldmäuse im engeren Sinne sind in Europa und weiten Teilen Asiens verbreitet und sind die am häufigsten vorkommenden Wirbeltiere Europas. Ausgenommen sind die Arktis sowie heiße und trockene Gebiete.

Die Feldmaus bewohnt vor allem offene Landschaften wie Steppen, Wiesen, Weiden und Äcker. Sie besiedelt aber auch Gärten, Parks, Dünen und sehr lichte Kiefernwälder. Bevorzugt werden Flächen mit wenig Bodenbearbeitung und mehrjährigen Kulturen.  Die Feldmaus legt ihre Baue in Böden mit tief liegendem Grundwasserstand an. Eine ganzjährig vorhandene Bodendeckung durch Pflanzen begünstigt die Ansiedlung von Feldmäusen.

 
Feldmauskolonie auf Wiese, mit Stöcken markiert 

Lebensweise / Verhalten

Die Tiere leben, außer in der Paarungszeit, einzelgängerisch in Erdbauten. Oft werden Kolonien aus mehreren Bauten gebildet. Ein Mäuserevier ist dabei 10-50 m² groß. Jeder Bau hat mehrere Eingänge, die immer offen sind. Der Baueingang misst etwa 3 -4 cm. Es gibt keinen oder nur wenig Erdauswurf, der dann lose um den Eingang verstreut ist. Die Eingänge der Bauten sind meist über ein verzweigtes Netz von oberirdischen Laufgängen miteinander verbunden. Die Laufwege werden durch Abfressen der Vegetation freigehalten. Etwa ein Drittel der Population in einer Kolonie sind revierlose „Wanderer“ die zur Ausbreitung des Befalls beitragen. 


Laufwege und Feldmauslöcher in stark geschädigter Wiese 

 

Die Feldmäuse sammeln ihre Nahrung oberirdisch und müssen dafür den schützenden Bau verlassen. Der Aufenthalt an der Oberfläche wird so kurz wie möglich gehalten und außerhalb des Baus sind die Tiere extrem scheu. Sie bewegen sich hier sehr schnell, um nicht Fressfeinden zum Opfer zu fallen. Die oberirdischen Laufwege und vielen offenen Eingänge dienen dabei als Fluchtwege und werden von allen Tieren der Kolonie gemeinsam benutzt. Es werden auch reine Fluchtbauten angelegt, die nicht bewohnt werden. Oberirdische Wege und unterirdische Gänge sind mit Fallröhren ausgestattet, um Regenwasser abzuleiten und so das Eindringen von Wasser in den Bau zu verhindern. Die Nest- und Vorratskammern liegen in etwa 30 cm Tiefe und werden mit trockenen Pflanzenteilen ausgepolstert. Kot wird oberirdisch an festen Kotplätzen auf den Laufwegen abgelegt.  

 


Kotplatz der Feldmaus in Laufweg  

 


Schematische Darstellung eines Feldmausbaus 

 

Feldmäuse sind tag- und nachtaktiv. Sie halten auch keinen Winterschlaf. Im Gegenteil, sie fühlen sich unter einer geschlossenen Schneedecke ausgesprochen wohl und sind hier vor Fressfeinden geschützt. Ihre Nahrung, Gräser und Kräuter, ist ganzjährig vorhanden. Sie pflanzen sich daher in geringerem Umfang auch im Winter fort.  

Feldmäuse besiedeln häufig bereits vorhandene Bauten und Gänge anderer Tiere, vor allem die des Maulwurfs. Maulwürfe und Wühlmäuse halten ihr Tunnelsystem stets geschlossen. Offene Löcher an Maulwurfshaufen oder -gängen weisen daher auf eine Besiedelung mit Feldmäusen hin.  

Feldmäuse sind eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Beutegreifern wie: Fuchs (bis zu 3000 Mäusen/Jahr), Greifvögel (Bussard, Rotmilan, Falken, 4-6 Feldmäuse/Tag); Eulen (bis zu 40 Mäuse/Nacht); Dachs, Hermelin, Wiesel, Iltis, Marder, Katzen, Schlangen, Reiher, Störche und Kraniche. 

 

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Ein erfolgreiches Wiesel, kaum größer als die Beute 

Ernährung

Feldmäuse sind überwiegend Vegetarier. Sie fressen in der näheren Umgebung des Nestes vor allem Blätter und Wurzeln von verschiedensten Gräsern, Kräutern und Nutzpflanzen, wie z.B. Klee, Raps, Luzerne, Getreide, Rüben usw. Bei Hunger werden auch die Stängel, Körner und Samen von den Pflanzen sowie Baumrinde angenommen. Gelegentlich werden auch Insekten, Spinnen, Würmer oder Schnecken vertilgt. 

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Gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel: Diese Feldmaus frisst einen Regenwurm  

 

Die Nahrung wird meist in den Bau geschleppt und dort in Ruhe und sicher vor Feinden verzehrt. Ab dem Spätsommer werden verstärkt Vorräte aus Körnern und Wurzeln angelegt.  

 

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Blätter und Halme werden in den Bau eingetragen  

Fortpflanzung

Feldmäuse zeichnen sich durch die höchste Vermehrungsrate unter den Schadnagern aus. Sie pflanzen sich unter günstigen Bedingungen ganzjährig fort und können so die hohen Verluste von der Bejagung durch Fressfeinde ausgleichen.  

  • Wurfgröße: 6 - 12 Jungtiere pro Wurf 
  • Anzahl der Würfe: 2 - 7 pro Jahr 
  • Geschlechtsreife: 2 - 3 Wochen 
  • Tragezeit: 19 - 21 Tage 

Fortpflanzungszeit: Im Prinzip ganzjährig, wobei die Fortpflanzungsrate zwischen April und September am höchsten ist. Die Weibchen paaren sich schon während sie noch den vorhergehenden Wurf säugen. 

Alle 3-4 Jahre kann es, in Abhängigkeit von der Witterung, zu Massenvermehrungen mit Bestandsdichten von tausenden Individuen pro Hektar kommen. Im folgenden Winter und Frühjahr brechen die Populationen aus bisher ungeklärten Ursachen meist wieder zusammen. 

Fakten

  • Wissenschaftlicher Name: Microtus arvalis 
  • Farbe: Oberseite grau bis braun, Unterseite heller, weißlich, beige oder gelblich. 
  • Gewicht: 18-40g 
  • Körperlänge: 9-12 cm 
  • Schwanzlänge: ca. 3 cm 
  • Körper: kompakt, runder Kopf, stumpfe Schnauze 
  • Ohren: klein, rund, ragen kaum aus dem Fell hervor. 
  • Augen: kleine hervorstehende schwarze Augen 
  • Lebenserwartung: theoretisch 2-3 Jahre; in freier Wildbahn wegen der starken Nachstellung durch Beutegreifer oft kaum mehr als 3 Monate 
  • Kot: braun-grüne Kotpillen; 3-5mm lang;  

Sehr ähnlich in Aussehen, Lebensweise und Bekämpfung ist die Erdmaus (Microtus agrestis), wobei die Erdmaus feuchtere Standorte bevorzugt. Die beiden Arten sind für den Laien kaum zu unterscheiden. 

 

Spuren & Schäden

Bauten und Laufwege 

Typisches Anzeichen für Feldmausbefall sind die vielen offenen Löcher und die Verbindung mit Laufwegen. Mit etwas Glück lassen sich auch die Kotplätze an den Laufwegen finden.   


Stärkerer Befall in Wiese 

Pflanzenschäden

Im Umfeld von Feldmausbauten kommt es durch den Fraß der Feldmäuse zu Verlusten an der Vegetation (Grasnarbe, Raps, Getreide etc.). Diese werden aber erst bei stärkerem Befall deutlich sichtbar. 

In den Herbst- und Wintermonaten, wenn sich das Nahrungsangebot verknappt, kann es zu Fraßschäden an Stämmen, Wurzeln und Knospen junger Bäumchen kommen. Infolge der Schäden können die Bäumchen verkümmern, in ihrem Wuchs gehemmt sein oder auch schnell absterben.  

Feldmäuse beginnen mit dem Schadfraß an Gehölzen meist oberirdisch, arbeiten sich oft aber bis zur Wurzel vor, so dass im Endergebnis ein ähnliches Schadbild wie beim Schermausfraß entsteht. Die Breite der Nagezahnspuren gibt zusätzliche Hinweise auf den Schadensverursacher: Sie beträgt bei Feldmäusen ca. 1,5 Millimeter. 

Alle drei bis fünf Jahre wächst die Population der Feldmaus in einigen Gebieten Deutschlands geradezu explosionsartig an. Da Feldmäuse bevorzugt Wurzeln von Pflanzen fressen, kann es zu massiven Ernteausfällen kommen, im schlimmsten Fall müssen die Bauern einzelne Felder sogar komplett aufgeben. 

Bei einer Massenvermehrung können die Bestände von wenigen Individuen auf über 5.000 Feldmäuse pro Hektar Ackerland anwachsen. Deutschlandweit richten die Tiere Schäden von insgesamt mehr als 100 Millionen Euro jährlich an.  

 

Gesundheitsgefahren

Feldmäuse können mit Krankheiten infiziert sein, die auf den Menschen übertragbar sind. Dazu gehören das Hantavirus, der Fuchsbandwurm, Toxoplasmose, Tollwut, Leptospirose und Tularämie. Alles Erkrankungen, die unter Umständen sogar tödlich verlaufen können. 

Die Feldmäuse zählen zu den Wirten der Hanta-Viren (Tula-Virus), die Menschen gefährlich werden können. Infizierte Tiere scheiden die Erreger in ihrem Speichel, im Urin und Kot aus. Die Erkrankung kann durch Kontakt mit erkrankten Tieren, deren Ausscheidungen oder Einatmen von infektiösem Staub oder Tröpfchen auf den Menschen übertragen werden. Beim Menschen führt Hanta zu schweren grippeähnlichen Erkrankungen mit unter Umständen tödlich verlaufendem Nierenversagen. 

Wenn Katzen mit Toxoplasmose infizierte Mäuse fressen, werden sie zum Überträger und können für Schwangere und Menschen mit geschwächter Immunabwehr zu einem Risiko werden. 

Tularämie (Hasenpest) ist eine bei freilebenden Nagetieren vorkommende Infektionskrankheit, die die durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöst wird und häufig tödlich verläuft. Die Erkrankung kann durch Kontakt mit erkrankten Tieren, deren Ausscheidungen oder Einatmen von infektiösem Staub oder Tröpfchen auf den Menschen übertragen werden. Sie zählt in Deutschland zu den meldepflichtigen Tierkrankheiten und kann beim Menschen zu lebensgefährlichen Erkrankungen führen.  

Feldmäuse sind ein Zwischenwirt des Fuchsbandwurms (Echinococcus multiocularis). Menschen können sich sowohl durch direkten Kontakt mit Feldmäusen und deren Ausscheidungen, aber auch durch Kontakt mit Haustieren wie Katzen oder Hunden anstecken, die infizierte Tiere gefressen haben. Infektionen mit Fuchsbandwurm beim Menschen sind zwar selten, aber verheerend für die Betroffenen. Die Bandwürmer nisten sich beim Menschen in lebenswichtigen Organen wie Leber, Lunge oder Gehirn ein. Es gibt keine Heilung, man kann lediglich durch lebenslange Einnahme von starken Medikamenten die Zerstörung der befallenen Organe aufhalten. 

Leptospirose kann durch Kontakt mit erkrankten Nagern oder deren Ausscheidungen über (verletzte) Haut- oder Schleimhäute übertragen werden. Die Erkrankung führt zu schweren Nieren-, Leber- oder Lungenproblemen die unbehandelt zum Tode führen können.  

Zum Schutz vor Infektionen sollten deshalb beim Fallenstellen immer Handschuhe getragen und Hände und Arme nach der Arbeit gründlich abgewaschen werden. 

Bekämpfung von Feldmäusen

Schutzstatus: Die Feldmaus gehört nicht zu den gefährdeten Arten, ist nicht geschützt und darf jederzeit bekämpft werden.

Vorbeugung

Folgende Tipps helfen, Schäden durch Feldmäuse zu vermeiden:  

 

  • Auf landwirtschaftlichen Flächen: Sitzkrücken und Nistkästen für Raubvögel aufstellen.  
  • Fressfeinde wie Wiesel, Hermelin, Marder und Fuchs nicht bejagen, sondern mit Nistkästen und Versteckmöglichkeiten fördern.
  • Auf großflächigen intensiven Monokulturen können sich Feldmäuse schnell vermehren, ausbreiten und schwere Schäden anrichten. Diese Monokulturen bieten keinen Lebensraum für die Fressfeinde der Feldmaus. Bei der Bewirtschaftung müssen Hecken und Blühflächen gefördert werden, um Lebensraum für Wildtiere zu schaffen. Feinde wie Greifvögel und Eulen brauchen Rückzugsbereiche wie Hecken und Feldgehölze zum Brüten und als Deckung. Eine strukturreiche Agrarlandschaft ist die beste Maßnahme gegen Massenvermehrungen der Feldmaus. 
  • Die Feldmäuse wandern vor allem oberirdisch zu. Eine Umzäunung mit Gitter von ca. 10mm Maschenweite um ein Grundstück oder eine Kulturfläche hält Feldmäuse sehr effektiv ab. Das Gitter muss 20-30 cm tief eingegraben werden, 40 cm hoch sein und von Bewuchs freigehalten werden. Ein solche Umzäunung wirkt auch gegen Maulwürfe und Wühlmäuse. Es hat sich bewährt, entlang dieser Zäune Fallen aufzustellen. Bei entsprechender Ausführung der Fallen (Lebendfallen mit Klappdeckel) lernen Füchse und Katzen sehr schnell sich die Mäuse aus der Falle zu holen. Die Fläche innerhalb der Umzäunung kann dann durch gezielte Bekämpfung von Feldmäusen befreit werden.
  • Anstelle eines Zaunes kann mit speziellen Fräsen eine Parzelle auch mit einem umlaufenden steilen Graben von 50cm Tiefe und 20cm Breite geschützt werden. In den Graben werden Fangwannen eingelassen. Einwandernde Mäuse rutschen in den Graben, und landen später auf der Suche nach einem Ausweg in der Fangwanne. Beutegreifer wie Vögel oder Füchse holen sich die Mäuse aus den Fangwannen.
  • Feldmäuse nutzen häufig Tunnelsysteme von Maulwürfen. Maulwürfe begünstigen eindeutig die Ansiedlung von Wühl- und Feldmäusen. Daher sollten auf befallenen oder gefährdeten Flächen auch die Maulwürfe bekämpft werden. (Achtung: In Deutschland und Österreich ist der Maulwurf streng geschützt und darf ohne behördliche Genehmigung nicht bekämpft werden.)
  • Intensive Bodenbearbeitung wie Pflügen, Eggen, Grubbern oder Fräsen setzt den Feldmäusen momentan stark zu. Diese Maßnahmen wirken aber nicht längerfristig. Bearbeitete Flächen werden von Feldrainen aus schnell wieder besiedelt. Die anfänglichen Verluste können die Feldmäuse dank ihrer schnellen Vermehrung schnell wieder ausgleichen.
    Von Feldmäusen besiedelter Maulwurfbau. 

Akustische Tiervertreiber

Feldmäuse sind sehr schreckhafte Tiere. Schallwellen und Vibrationen stören sie und können sie aus ihrem Revier vertreiben. Akustische Tiervertreiber sind eine tier- und umweltfreundliche Methode, Feldmäuse daran zu hindern, in den Garten einzuwandern. Der wasserfeste SWISSINNO Solar-Maulwurf-Vertreiber hat eine große Reichweite von 650 m². Die integrierte Solarzelle sorgt zusammen mit dem Akku des Gerätes für einen 24-Stunden- Dauerbetrieb. Der Vertreiber wirkt sowohl gegen Feldmäuse als auch gegen Wühlmäuse und Maulwürfe.  

Eine 100 % Erfolgsgarantie kann bei dieser Methode nicht gegeben werden. Es handelt sich dabei um ein sanftes Verfahren. Die Tiere haben immer die Möglichkeit, trotz der Störung zu bleiben.  Verschiedene Gründe können zu einer verringerten Wirkung führen: Es kann z.B. zur Gewöhnung kommen, einzelne Individuen können schlecht hören oder fühlen sich einfach nicht gestört, oder es gibt kein geeignetes Ausweichrevier. Auch die Bodenbeschaffenheit kann eine Rolle spielen. Sehr leichte, sandige oder trockene Böden leiten den Schall schlecht weiter. 

Bekämpfung von Feldmäusen mit Fallen

Schlagfallen sind eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode, um Feldmäuse zu bekämpfen. Der Aufwand ist allerdings beträchtlich. Pro Hektar werden bis zu 1000 Fallen benötigt. Daher ist der Fallenfang eher für kleinere Flächen (private Gärten) und bei wertvollen Kulturen zu empfehlen. 

Tipp, um Fallen zu sparen: Feldmausbauten haben bis zu zehn Eingänge. Nur wenige dieser Baueingänge werden tatsächlich benutzt. Bevor man also mit dem Fallenstellen beginnt, sollte man alle offenen Mäuselöcher zutreten oder mit Erde verschließen. Am nächsten Tag werden dann die Fallen gestellt, aber nur da, wo sich die Mäuse den Eingang wieder freigegraben haben. Dadurch werden viel weniger Fallen benötigt und die Ausbeute erhöht sich deutlich. 

Es gibt derzeit keine Falle, die ausdrücklich zum Fang von Feldmäusen entwickelt wurde. Sie lassen sich aber gut mit folgenden SWISSINNO Fallen in absteigender Reihenfolge fangen: 

SuperCat Mausefalle; Holzmausefalle FSC; Holzmausefalle classic: 

Köder Nutella; Falle in Laufweg stellen; mit Nagel, Holzstab oder Schnur fixieren; gegen Vögel abdecken; 

 


Mausefalle SuperCat mit gefangener Feldmaus 
 


No-See-No-Touch Mausefalle: Köder Nutella; Falle in Laufweg stellen;
keine Fixierung oder Abdeckung nötig

 


No-See-No-Touch Mausefalle im Einsatz gegen Feldmäuse 


SuperCat Wühlmausefalle: kein Köder nötig, Falle am Nesteingang platzieren. Sobald eine Feldmaus versucht, durch die Falle zu laufen oder am Auslöser drückt, löst die Falle aus und die Maus wird gefangen. Die Falle ist sehr leicht zu bedienen, hält viele Jahre, fängt Feld- und Wühlmäuse aus beiden Gang-Richtungen und ist ungefährlich für Anwender und Haustiere. 

 


Wühlmausfalle SuperCat, in den Eingang eines Feldmausbaus gestellt.
Eine Seite bleibt offen. 

 


Feldmaus, gefangen beim Durchqueren der Falle.
Kein Köder erforderlich. 

 

Die Mausefalle PRO SuperCat ist funktioniert zwar grundsätzlich auch bei Feldmäusen, aber die Ausbeute ist niedriger als bei den vorigen Fallen.  


Mausefalle PRO SuperCat, vor Feldmausloch gestellt und mit Nagel fixiert.

 

Alternative Köder sind: geröstetes Brot, Erdnussbutter, Sonnenblumensamen, Getreidekörner, Karotte oder Apfel. Durch Zugabe von Maltol wird die Lockwirkung verstärkt.  

Lebendfallen: Grundsätzlich lassen sich Feldmäuse auch mit Lebendfallen fangen. Typischerweise werden Röhrenfallen mit sich nach innen öffnenden Klappen verwendet. Der Einsatz von Lebendfallen ist aus mehreren Gründen problematisch:  

 

  • Der Einsatz von Lebendfallen ist noch arbeitsintensiver als der von Schlagfallen 

  • Sie müssen mehrfach am Tag kontrolliert werden, wenn die Feldmaus in akzeptabler Verfassung wieder freigelassen werden soll.  

  • Eine Feldmaus, die fernab von Ihrem Revier freigelassen wird, hat nur sehr geringe Überlebenschancen.  

  • Man müsste sich zuvor die Erlaubnis des Grundstücksbesitzers einholen, auf dessen Fläche die Maus freigelassen werden soll. 

  • Röhrenfallen sind auch für Maulwürfe und Nichtzielorganismen gefährlich. 

 

Bekämpfung der Feldmaus in der Landwirtschaft:

Für die großflächige Bekämpfung der Feldmaus auf landwirtschaftlichen Nutzflächen bieten sich die mechanische Bodenbearbeitung, Giftköder oder die Bodenbegasung mit Phosphorwasserstoff an. Werden die Feldmäuse z. B. durch Pflügen (Zerstörung der Gänge und Nistkammern) zunächst verjagt, so ist zu beobachten, dass sie die Flächen rasch wieder von angrenzenden Feldrainen besiedelt. 

Ob eine Bekämpfung der Feldmaus nötig ist, lässt sich mit Hilfe der „Lochtretmethode“ ermitteln.  

Halten Sie auf befallenem Grünland das Gras vor dem Winter kurz. Dann werden auf einer Fläche von 250 m² (16 x 16 m) alle Mauselöcher zugetreten. Nach 24 Stunden werden die wieder geöffneten Löcher gezählt. Der Bekämpfungsrichtwert liegt für Wintergetreide und Raps bei 5 bis 8, bei Grünland bei 11 geöffneten Löchern je Kontrollfläche. Fünf bis acht wieder geöffnete Löcher entsprechen dabei etwa 80 – 120 Mäusen/ha.  

Feldmausbekämpfung mit Giftköder

Die Bekämpfung mit Fallen ist auf großen Flächen und stärkerem Befall nicht mit vertretbarem Aufwand möglich. Der Einsatz von Mäusegift ist im Vergleich dazu wesentlich schneller und preiswerter.  

Zur Bekämpfung sind Zinkphosphid-haltige Präparate in Form von Giftweizen oder Giftlinsen zugelassen oder Giftköder mit Antikoagulantien. Linsen zeichnen sich durch eine geringere Wirkstoffausgasung aus, so dass die Mäuse den Köder besser annehmen. Beim Giftweizen werden 2-5 Körner je Loch, bei den Giftlinsen 5 Linsen je Loch ausgebracht. Um Vergiftungen von Nichtzielarten zu vermeiden, muss der Köder mit einer Legeflinte tief in die Mauselöcher eingebracht werden. Die Verwendung einer Legeflinte ist nicht nur zwingend vorgeschrieben, sie erleichtert auch die Arbeit, spart Zeit und man vermeidet den Kontakt mit dem Köder. Die Löcher dürfen nicht zugetreten werden, sonst schiebt die Maus die Erde inklusive der Köder wieder aus dem Bau, ohne diese aufzunehmen. Oft werden die Köder zunächst als Nahrungsvorrat im Bau gelagert und erst nach und nach gefressen, so dass eine Wirkung teilweise erst mit Verzögerung eintritt.  

Die Köder sind akut giftig, auch für andere Wild- oder Haustiere und Kinder. Zusätzlich kann es zu Sekundärvergiftungen von Beutegreifern wie Raubvögeln oder Katzen kommen, wenn diese vergiftete Mäuse fressen. Aus diesen Gründen rät SWISSINNO von der Verwendung von Giftködern in Privatgärten ab.  

Die Anwendung von Giftködern ist aus naturschutzrechtlichen Gründen Beschränkungen unterworfen. Verboten ist die Bekämpfung mit Giftködern z.B. in Natur- und Vogelschutzgebieten, Gebieten mit Vorkommen von Feldhamstern, Birken- und Haselmaus sowie an Rastplätzen von Zugvögeln. 

Bodenbegasung mit Giftgas

Die Bekämpfung von Feldmäusen mit Giftgas, wie z.B. Phosphorwasserstoff oder Motorabgasen wäre zwar theoretisch möglich und wohl auch gut wirksam. Derzeit sind aber keine Mittel oder Geräte für diesen Zweck zugelassen. 

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